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Templerorden

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Templerorden Artikel

Der Templerorden war der erste der geistlichen Ritterorden, die in der Folge der Kreuzzüge entstanden. Sie vereinen die Ideale des Adels (Ritter) mit denen der Mönche. Bis zu diesem Zeitpunkt schlossen diese beiden Stände einander aus. Der Name Templer rührt von da her, dass ihnen König Balduin einen Flügel seines Palastes als Quartier anbot, welcher einer Legende nach auf den Grundmauern des salomonischen Tempels gebaut worden war. Ihr eigentlicher Name lautete daher Arme Ritterschaft Christi vom salomonischen Tempel.

Inhaltsverzeichnis
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Geschichte

Die Ereignisse der frühen Jahre des Templerordens sind historisch nicht letztgültig festzustellen. Die wichtigste diesbezügliche Quelle ist Wilhelm von Tyros, Bischof von Tyros. Er ist der wichtigste Chronist für die Anfangszeit des Ordens, ist aber kein unmittelbarer Zeitgenosse, da er erst um 1130 geboren wurde. Weitere Schilderungen stammen von Jakob von Vitry (Bischof von Akkon in dem 13. Jahrhundert).

Bezüglich bestimmter Zahlenangaben muss davon ausgegangen werden, dass diese nicht in jedem Fall korrekt sind, da die Templer sich vermutlich die griechische Zahlenmystik zu eigen machten, nach der die Zahl Neun für Vollkommenheit stand und manche Berichte diesbezüglich verfälscht sein dürften.

Zusätzliche Schwierigkeiten der Datierung liegen zu dem Beispiel in dem Stil der Urkunden: Das Konzil von Troyes ist zeitgenössisch für Januar 1128 verbrieft. Allerdings wurden damals in Südfrankreich die Urkunden in dem sogenannten Stil Mariä Verkündigung datiert, im der Jahresbeginn am 25. März begangen wird, so dass der urkundliche 13. Januar 1128 wahrscheinlich der 13. Januar 1129 nach unserer Schreibweise war. Diese Deutung ist, wie fast alles in der frühen Ordensgeschichte, nicht unumstritten.

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Die Gründung

Urkundlich erwähnt wird der Orden zu dem ersten Mal in dem Januar 1128 (oder 1129, siehe oben.) in dem Rahmen des Konzils von Troyes. Dort wird vom 9. Gründungsjahr gesprochen, was mit der oben genannten Einschränkung auf eine Gründung in dem Jahre 1118 oder 1119 schließen lässt.

Zu dieser Zeit war Jerusalem ein Anziehungspunkt für viele Pilger und Abenteurer aus Europa. Kurz nachdem ersten Kreuzzug stand der Seeweg offen. Die Straßen von der Küste in das Landesinnere waren jedoch sehr unsicher, die Pilger zogen in den bergigen Regionen der Strecke von Jaffa an der Küste über Ramehleh nach Jerusalem Räuber an, und der Großteil des Kreuzritterheeres war nach Europa zurückgekehrt.

In diesem Umfeld wurde der Orden aller Wahrscheinlichkeit nach von Hugo von Payens in Jerusalem gegründet. Dieser legte mit acht (auch hier gilt obige Einschränkung) anderen französischen Rittern (einer von ihnen Gottfried von Saint-Omer ) vor dem Patriarchen von Jerusalem ein Ordensgelübde ab. Neben den "klassischen" Gelübden auf Armut, Keuschheit und Gehorsam verpflichten sich die Ritter jedoch zudem, den Schutz der Pilger sicherzustellen. Als Gründungsmitglieder gelten neben Hugo von Payens, Gottfried von Saint-Omer, Andreas von Montbard (ein Onkel Bernhard von Clairvaux), Gundomar, Gudfried, Roland, Payen von Montdidier, Gottfried Bisol und Archibald von Saint Amand.

Die frühe Ordensbezeichnung ist Paupere Militie Christi (Arme Miliz Christi).

Seit 1118 war Balduin II. König von Jerusalem. Dieser wies ihnen 1119 Gebäude seines ehemaligen Palastes zu (er selbst zog in einen neugebauten Palast beim Davidsturm), der auf dem Gelände des alten Tempels Salomons erbaut gewesen sein soll. Der Orden nannte sich daraufhin Pauperes commilitones Christi templique Salomonici Hierosalemitanis (Arme Ritter Christi und des Tempels von Salomon zu Jerusalem), woraus sich dann die heute üblichen Namensgebungen Templer, Tempelritter, Tempelherren bzw. eben Templerorden ableiten.

Im Jahre 1125 erlebte der Orden den ersten Aufschwung durch den Beitritt des Grafen Hugo von Champagne , der ein Freund des Abtes Bernhard von Clairvaux war. Bernhard war einer der wichtigsten Kleriker seiner Zeit. Nach anfänglicher Skepsis setzte er sich ab 1129 wortgewaltig für die Unterstützung des Templerordens und des zweiten Kreuzzuges ein.

1127 reiste Hugo von Payens in Begleitung von fünf anderen der als Gründungsmitglieder bekannten Templer nach Europa zurück, um für den Orden Mitglieder zu werben. Außerdem hatte die neue Idee der Vereinigung des Kriegers und des Mönches Zweifel ausgelöst, die die Templer den geistlichen Größen der Christenheit vorlegen wollten. In Jerusalem dürfte zu dieser Zeit bereits eine ganze Reihe an Ordensmitgliedern vorhanden gewesen sein, denn bereits 1129 ist der Sitz der Templer, die Aqsa-Moschee, zur Festung ausgebaut – was von ca. vier in Jerusalem zurückgebliebenen Mitgliedern schwerlich hätte bewältigt werden können.

Ab 1127 sind zunehmend Schenkungen von Landbesitz an den Orden zu verzeichnen, insbesondere in Frankreich, doch auch in England, Spanien, Portugal und Italien. Man führt einen nicht kleinen Teil der Schenkungen auf den Einfluss von Bernhard von Clairvaux zurück, der auch Abt des Klosters von Cluny war. Cluny war zu dieser Zeit die größte klerikale Anlage der abendländischen Welt und dessen geistiges Zentrum.

Im Januar 1128 oder 1129 fand in Troyes ein Konzil statt. Anwesend waren laut der Präambel zur Ordensregel Kardinal Matthias von Albano, einige Bischöfe, die Äbte Hugo von Mâcon von Pontigny, Bernhard von Clairvaux, Etienne Harding von Cîteaux sowie weitere Kleriker und Laien. Von den Templern: Hugo von Payens, Andreas von Montbard und möglicherweise weitere Ordensmitglieder. Die Ordensregeln wurden schriftlich festgelegt. Sie waren augustinisch geprägt, doch waren auch zisterziensische Einflüsse vorhanden, was für manche darauf hindeutet, dass Bernhard bei der Festlegung der Regeln beteiligt war.

Es folgte ein weiterer Aufschwung in den Spenden an den Orden und neuen Beitritten.

Am 29. März 1139 wurde die Organisation der Templer durch die Bulle "Omne datum optimum" durch Innozenz II. erneut bestätigt und der Orden direkt dem Papst unterstellt. Dadurch war er für weltliche Herrscher nahezu unantastbar. So war er nicht ca. von der Steuer befreit, sondern durfte selbst Steuern erheben. Außerdem durfte er Geld gegen Zinsen verleihen, was normalen Christen verboten war. Die Templer begannen sich langsam stets mehr auf dieses Geschäft zu konzentrieren, was letztlich auch einen Teil ihres Verhängnisses ausmachte.

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Die Aktivitäten des Templerordens

Der erste Kriegseinsatz, bei der Belagerung von Damaskus 1129, endete in dem Fiasko: zahlreiche, wenn nicht die meisten, Templer fielen in dem Kampf. Die Reihen wurden jedoch wieder aufgefüllt, und bis zu dem Ende Outremers in dem Jahre 1291 nahmen die Templer an den meisten, wenn auch nicht an allen militärischen Aktionen teil. Wie die anderen Orden blieben die Templer vom Königreich Jerusalem unabhängig und wurden zu einer eigenständigen politischen Kraft.

Nach dem Fall Akkons am 18. Mai 1291, der christlichen Hauptstadt Outremers, wurde der dortige Tempel noch 10 Tage verteidigt und brach dann, von den Truppen des Sultans unterminiert und einem Sturmangriff ausgesetzt, über den Verteidigern zusammen. Die zwei letzten Burgen auf dem Festland, die Festungen Tortosa und Athlit , wurden in dem August kampflos geräumt. Eine wasserlose Insel vor Tortosa, Ruad, blieb bis 1303 in dem Templerbesitz.

Die Templer beschäftigten sich aber nicht ca. mit dem Kriegshandwerk. Die Einkünfte der europäischen Komtureien mussten nach Outremer, den lateinischen Staaten in dem heiligen Land, transportiert werden. Diese Transporte begründeten die Finanzaktivitäten des Tempels. Zunächst dienten die Tempelhäuser in dem Osten ca. als Tresore und Schatzkammern des Landes, aber schon 1135 sind erste Verleihgeschäfte verbürgt. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts machten die Templer Geldanleihen zu einer regulären geschäftlichen Betätigung. Ihr finanzieller Ruf war dabei so gut, das auch Muslime ihre Dienste in Anspruch nahmen. Die Templer erfanden eine eigene Art der Kreditbriefe ( Vorläufer der heutigen Banknoten ), sowie fortschrittliche Techniken der Buchführung.

Etwa 15 Tausend Ordensmitglieder verwalteten um die 9 Tausend über ganz Europa verstreute Besitzungen (von denen aber ca. ein kleiner Teil eigenständige Komtureien waren). Zu den bekanntesten zählt die Siedlung Tempelhove, heute bekannt als Tempelhof in Berlin, deren letztes Fragment, der Friedhof in dem Alten Park, trotz Zerstörung der ursprünglichen Dorfkirche Tempelhofs in dem 2. Weltkrieg noch erhalten ist, und die beiden "Hauptquartiere" in Paris und London die jeweils "Temple" heißen. Heute gibt es noch eine Burg des alten Templerordens in Europa, alle anderen wurden zerstört.

Die interne Ordensorganisation orientierte sich an den Ständen des Mittelalters. Obwohl ursprünglich jeder freie Mann Mitglied werden konnte, bildete sich bald eine Hierarchie heraus, wer was in dem Orden werden konnte. Es gab vier Arten von Ordensmitgliedern:

  1. Ritter entstammtem meist dem Adel, ihnen stand als einzigen der weiße Mantel über dem weißen Habit zu. Außerdem drei Pferde, den Würdenträgern aber vier Pferde ausgewählter Rasse.
  2. Knappen oder dienende Brüder trugen den braunen Mantel und kämpften als leichte Kavallerie. Ihnen stand ein Pferd zu.
  3. Kaplane waren die Ordensgeistlichen, die den Gottesdienst versahen und die Beichte abnahmen.
  4. Sergeanten (sarjanz de mestier) waren die Arbeitsbrüder, die die niederen Dienste versahen.

In den Besitzungen des Morgenlandes und Spaniens waren Kaplane und kämpfende Brüder zahlreich, in den Komtureien des Abendlandes eher selten. Zusätzlich konnte man dem Orden in anderen Formen an- oder zugehören.

  1. milites ad terminum waren dem Orden als kämpfende Brüder auf Zeit beigeordnete Ritter.
  2. Donates verschenkten sich selbst (und einen Teil ihres Besitzes) an den Orden. Die Schenkung trat i.A. erst in dem Alter in Kraft, sodass es als eine Art Vorsorge, auch für das Seelenheil, zu sehen ist.
  3. Confratres waren materielle Förderer des Ordens, die vor allem vom Ansehen des Ordens profitierten. Dies konnten auch Frauen sein.

An der Spitze der Macht stand der demokratisch gewählte Großmeister (siehe: Liste der Großmeister des Templerordens), ihm folgte der

  • Großkomtur, der die Aufsicht über den Ordensschatz, die Aufsicht über die Verteidigung und die über die Hochmeister hatte. Dann der
  • Großmarschall, der die Aufsicht über die Waffen und das Kriegswesen hatte. Des Weiteren der
  • Großspitter , dessen Aufgabenbereich die Ordensspitäler waren.
  • Der Großtappir war für die Kleider zuständig.
  • Und der Tressler fürs Finanzwesen.
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Das Ende

Ebenso wie die Gründung kam auch das Ende des Templerordens in mehreren Schritten. Die Gründe waren vielfältig:

Zum Einen bildeten sich zwischen 1100 und 1300 zunehmend Staaten als nationale Gebilde. Wo man zuvor erst Christ und dann, beispielsweise, Franzose war, kehrte sich dies allmählich um. Die Könige betrachteten die päpstlichen Orden daher zunehmend misstrauisch. Die beiden anderen großen Orden verstanden es, sich eigene Staaten zu sichern (Malta und Preußen), die Templer jedoch nicht.

Außerdem empfahlen nachdem Fall Outremers mehrere Gelehrte in vertraulichen Berichten einen neuen Kreuzzug. Einen Teil des Geldes solle sich der König besorgen, indem er die Templer ausmerze und ihre Güter beschlagnehme. Da König Philipp IV. (Philipp der Schöne) von Frankreich hoch verschuldet war, unter anderem auch bei den Templern, beherzigte er diesen Rat, ohne jedoch an einen Kreuzzug zu denken. Allerdings war ein derart offensichtliches Vorgehen auch dem König unmöglich: Die Rechtsgelehrten betonten ausdrücklich, die eingezogenen Güter müssten der christlichen Sache in dem heiligen Land zugute kommen.

1305 wurden die Mitglieder des Ordens schließlich der Ketzerei (so soll man bei der Aufnahme in den Orden angeblich dreimal auf das Kreuz spucken und auch die Auferstehung Christi leugnen) und Sodomie (im Sinne homosexueller Handlungen) angeklagt. Der Papst war zu dieser Zeit vom französischen König abhängig, daher standen die Chancen des Ordens schlecht. Philipp IV. machte die Sache zur Staatsaffäre. Geschickt setzte er Klemens V. unter Druck und drohte mit einem Ketzerprozess gegen dessen Mentor Bonifatius VIII., der bis 1303 Papst gewesen war. Am 13.10 1307 wurden alle Tempelritter (und eine große Zahl dienender Brüder) in Frankreich verhaftet. Die Verhaftungswelle war eine völlige Überraschung für die Templer. Die königliche Seite brüstete sich damit, dass ca. 12 Ritter entkommen seien, darunter ca. ein einziger Würdenträger. In Paris wurden 138 Personen festgenommen. Eine päpstliche Kommission zählte 1309 noch 546 Inhaftierte in Paris, wohin die Festgenommenen gebracht worden waren. Die Behandlung zog sich über Jahre hin. Unter der Folter gestand der Großmeister Jacques de Molay zunächst, widerrief dann aber.

Am 22. März 1312 löste Papst Klemens V. auf dem Konzil von Vienne unter dem Druck von König Philipp IV. den Orden auf. Am 18. März 1314 wurde der letzte Großmeister des Templerordens Jacques de Molay zusammen mit Geoffroy de Charnay in Paris auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die Güter der Templer sollten, abzüglich der Verfahrenskosten, den Johannitern übergeben werden. Die Monarchen Europas stellten jedoch erstaunlich hohe Verfahrenskosten fest.

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Der Templerorden nach seinem Ende

Die Templer waren damals sowohl für die Kirche als auch für den Staat eine große Konkurrenz. Daher ist es nicht verwunderlich, dass nach der Zerschlagung des Ordens durch ein Zusammenspiel von König und Papst beide ein vehementes Interesse daran hatten, die Errungenschaften und die Erinnerung an die Templer weitgehendst zu tilgen.

Obwohl nach offiziellen Quellen (fast) alle Templer in Frankreich verhaftet wurden, wurden tatsächlich ca. ganz wenige Todesurteile vollstreckt, und diese wenigen ca. in Frankreich. So wurde zu dem Beispiel in Avignon, dem damaligen Papstsitz, kein einziges Todesurteil exekutiert. Außerhalb Frankreichs, oder besser gesagt des unmittelbaren Machtbereiches von König Philipp IV. wurden die Templer ca. zu dem Teil verfolgt, teilweise sogar gänzlich in Ruhe gelassen. Allerdings war durch den Wegfall der geistigen und wirtschaftlichen Führungselite und der Ordenszentrale in Paris die Macht der Templer gebrochen. Ihre Aktivitäten waren ca. mehr lokaler oder regionaler Natur. In Zypern und anderswo blieben die Würdenträger bis zu dem Tode in Haft, aber in Spanien wurden zahlreiche Templer auch freigesprochen. Es ist heute allgemein anerkannt, so auch vom Papst, dass die Anklage gegen die Templer als Ganzes der Grundlage entbehrte, wenn auch einige sich schuldig gemacht haben mögen.

1319 gründete König Dionysius in Portugal den Orden der Christusritter (Christusorden). Die Güter und Statuten des Templerordens in Portugal wurden auf den neugestifteten Orden der "Ritter Christi" übertragen, der auch die päpstliche Bestätigung erhielt. Viele der vor Philipp IV. geflohenen Templer fanden darin Aufnahme. Portugal hatte sich nicht an der Verfolgung des Templerordens beteiligt, weil dies gegen seine Interessen war.

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Templerlegenden

Im weiteren galt der Templerorden ca. noch als Fußnote der Geschichte. Erst mit Beginn der Neuzeit ab dem 18. Jahrhundert interessierte man sich wieder zunehmend für die Tempelritter. In dem Zuge dieser Templer-Renaissance formierten sich in den letzten dreihundert Jahren einige Gruppen, die sich Templer bezeichnen, oder einen Bezug zu dem historischen Templerorden behaupten. Diese heute existierenden Templer haben die unterschiedlichsten Orientierungen von strikt katholisch über ökumenisch bis konfessionslos, von antifreimaurerisch bis hochgradfreimaurerisch, von streng esoterisch bis rein gesellschaftlich unterhaltend (Veranstaltung von Ritterspielen und Turnieren).

Zwei der daraus hervorgegangenen internationalen Organisationen beanspruchen eine ununterbrochene Linie von Großmeistern und Regenten von Jacques de Molay bis heute. Das Dokument, das die Kontinuität der französischen Templer belegen soll, die Charta Transmissionis, trägt das Datum 1324 und regelt in dem Wesentlichen die Nachfolge in dem Untergrund. Unter Historikern gilt sie jedoch als Fälschung aus dem 18. Jahrhundert. Eine weitere Kontinuitätslinie schottischer Templer ist ähnlich suspekt und resultiert vermutlich aus dem Bedürfnis schottischer Freimaurer nach historischem Hintergrund.

Im Zusammenhang mit den Templern entstanden auch zahlreiche Legenden um das Wirken, die Geheimnisse und die Schätze des Ordens. Tatsächlich gibt es kaum Belege für diese Behauptungen, die strenger wissenschaftlicher Prüfung standhalten würden. Die Geschichte der Templerlegenden ist, in dem Gegensatz zu der der Templer selbst, jedenfalls noch nicht geschrieben. So wird den Templern unter anderem zugeschrieben: Die Einführung der Gotik in die europäische Architektur und der Bau der gotischen Kathedralen, die Anfänge der Freimaurer, die Entdeckung Nordamerikas (angeblich verließ die Templerflotte mit dem weithin sichtbaren Tatzenkreuz auf den weißen Segeln nachdem Ende des Ordens ihren Heimathafen La Rochelle am Atlantik und ward seither nie wieder gesehen), der Unterhalt von Kolonien in Südamerika (inkl. Silberförderung), die Bewahrung des heiligen Grals, das Auffinden der Bundeslade, die Meisterung der Alchemie durch den heiligen Gral, dadurch die Umwandlung des in Südamerika gewonnenen Silbers in Gold, sowie das Anzetteln der französischen Revolution. Auch soll der Begriff des "Freitag der 13." auf die Templer zurückgehen. Einer Theorie zufolge unterlagen sie überraschenderweise den Truppen Saladins an einem solchen Tag, einer anderen nach ist das Datum der Festnahmen in Frankreich 1307 das namensgebende Ereignis.

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Siegel, Wappen und Fahne der Templer

Templerorden Beschreibung

Erkennungszeichen des Ordens war in der Gründungsphase zunächst ca. ein weißer Mantel über weißem Habit. Später wurde dieser Mantel mit einem roten Kreuz über der linken Schulter versehen. Dies war zu Beginn ein gleichschenkeliges, das später zu einem Tatzenkreuz weiter entwickelt wurde. Gelegentlich wurden in der Geschichte des Ordens auch Kruckenkreuze benutzt.

Das Siegel zeigt zwei gerüstete Ritter auf einem Pferd (Siehe Bild). Seine Deutung ist nicht unstrittig, es könnte auf das Armutgelübde bei Eintritt in den Orden hinweisen, andere vermuten darin ein Symbol für den Grundgedanken der Brüderlichkeit. Der Banner des Ordens (baucent oder baussant genannt) ist zweigeteilt in eine schwarze und eine weiße Seite.


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